Wer wir sind

Wir sind nicht Snowden oder Assange, aber man wird uns hören
Wir sind nicht Snowden oder Assange, aber man wird uns hören

Als wir gelesen haben, dass man in Witten im warsten Sinne des Wortes über Leichen geht, um seine Interessen durchzusetzen und sich die Taschen voll zu machen, war uns klar, wir müssen die Bevölkerung aufklären.

 

Es werden Dinge zugelassen und kleingeredet, es werden Entscheidungen, Messergebnisse und öffentliche Ausschreibungen manipuliert und zurückgehalten.

Alles auf Kosten der Bürger und deren Gesundheit.

Hier geht es nicht um den blanken Erhalt von Arbeitsplätzen, oder die Einnahme von Gewerbesteuern, wie gerne argumentiert wird, hier werden sämtliche Vorschriften zur Reinhaltung der Luft 300 Meter vor Ihrem geöffneten Schlafzimmerfenster in der Innenstadt mit Füßen getreten.

Es werden Bauvorhaben aus Bundes und Landestöpfen finanziert, die im Besten Fall nur verschwendet sind und der eigenen Reputation dienen. In anderen Fällen werden damit Vorteilnahmen im Amt finanziert (Schallschutzwände an der A43).

In der Lessingstrasse werden, nach hochoffiziellen Messungen, Schwermetallkonzentrationen in der Atemluft an z.T. 365 Tagen im Jahr um das 34fache überschritten.

Es werden tonnenweise krebserregende Luftschadstoffe wissentlich und gebilligt und abgesegnet durch die Stadtspitze bodennah in die Luft entlassen. In Hauptwindrichtung liegt die Innenstadt.

Aktuell (2017) führt das LANUV nach 2006 erneut Messungen durch, die belegen sollen, ob die Maßnahmen der letzten 11 Jahre gefruchtet haben. Wir werden berichten, die ersten Messergebnisse der Station werden Mitte März veröffentlicht.

 

Ein schwacher Rat wie in Witten, der nur selten seine Initiativ- und Steuerungsfunktion wahrnimmt, hinterlässt ein politisches Vakuum. Das berechtigt eine Bürgermeisterin allerdings nicht, sich als volksunmittelbare, über den Parteien schwebende Moderatorin und Quasi-Monarchin zu inszenieren. Überhaupt ist nicht die Fixierung auf eine „starke“ Einzelperson – ob männlich oder weiblich – geeignet, das politische Vakuum zu füllen.

Leidtragende von Reformunwillen und Inkompetenz sind wie immer die Bürgerinnen und Bürger, die nicht nur mit laufenden Fehlentscheidungen konfrontiert werden, sondern bei wachsenden Kosten auch noch erhebliche Einschränkungen der Leistungen des „Modernen Dienstleistungsunternehmens Stadt Witten“ hinnehmen müssen.

Die Bürgermeisterin steht nicht über den Dingen, auch wenn Sie sich dort gerne und immer sieht.

In dieser Hinsicht tragen auch die wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger Verantwortung für die Beseitigung örtlicher Missstände. Nicht Politikverdrossenheit und Politikabstinenz, sondern kluges Wählen und womöglich politisches Engagement wären eine sinnvolle Reaktion auf die Wahrnehmung von Defiziten.