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Witten krankt an Filz, Korruption und Vorteilsnahme im Amt

Der folgende Artikel wird nicht jeden in Witten interessieren, ist aber symptomatisch für den Werteverfall und die Ignoranz der, von uns gewählten und von bezahlten, Staatsdiener.

 

Eigentlich sind die Politiker doch dazu da etwaigen Schaden von den Bürgern abzuwenden und nicht umgekehrt...

 

 

 

Jetzt zur Lokalpolitik:

 

Es soll eine weitere Lärmschutzwand an der A43 in Herbede gebaut werden.

 

Die Fakten:

 

Wir sparen uns an dieser Stelle physikalische Details zur Schallberechnung und Schallausbreitung. Nur so viel sei gesagt, oberhalb einer Autobahn ist es lauter als unterhalb. Und an der A43 ist es sehr laut.

 

Deshalb wurde 2015 auch eine lang ersehnte Lärmschutzwand am Rehnocken gebaut (siehe Bild links).

 

Doch zum Entsetzen der lärmgeplagten hangseitigen Anwohner am östlichen Rehnocken wurde "Ihre" Mauer nur 2,50 Meter hoch und 140 Meter lang gebaut.

 

Durch die Hang(auf)lage fängt bei den Anwohner erst in 2,50 Meter über AB-Niveau das Kellergeschoss an.

 

Die Mauer hätte dort mindesten 5 Meter am Besten 10 Meter hoch sein und 400 Meter lang sein müssen.

 

Ein Schildbürgerstreich oder gar eine Nebelkerze ?

 

Könnte man meinen.

 

Auf der gegenüberliegenden Seite der A43, in Richtung Hammertal (Gelände fällt stark ab) wurde hingegen eine 8 Meter hohe Schallschutzwand gebaut, die dazu auch noch 500 Meter lang ist.(Siehe auch hier:Strassen NRW).

Die Hohe Lärmschutwand reflektiert jetzt einen Teil des Schalls in richtung derer, die hangaufwärts sowie so eine viel zu kurze und kleien Schallschutzwand bekommen haben.

 

Die Grundstücke und Immobilien der hang(auf)seitigen Anwohner wurden durch diesen Bau massiv entwertet.

 

(Wer will schon da wohnen, wo man sich im Garten anschreien muß, um sich zu verständigen).

 

Es kommt noch schlimmer....

 

Wenn man sich die Begebenheiten vor Ort genau anschaut, muss man feststellen, dass durch den Bau dieser ungleichen Schallschutzmauern mehr Anwohner geschädigt werden, als andere Nutzen daraus ziehen können.

Denn es wohnen 99 % der angeblich zu schützenden Anwohner soweit unterhalb der Autobahn, dass die sie gar nicht mehr hören können.

 

Auf den zweiten Blick wird der perfide Plan eines Lokalpolitikers deutlich. Spätestens jetzt, wenn man die geplante Mauer an der Rüsbergstrasse in das Gesamtbild integriert und die Topographie mit einbezieht

 

kann oder muß man zu dem Schluss komme: 


Messen mit zweierlei Maß...

Wir sind alle gleich, aber die "Im Röhrken" sind gleicher ?!

In der Mitte befindet sich die A43 kurz vor der Ausfahr Herbede. Links davon (westlich) der Schallschatten der Lärmschutwände. Rechts davon (östliche) das Lärmfeld der A43 im Siedlungsgebiet Kämpen.
In der Mitte befindet sich die A43 kurz vor der Ausfahr Herbede. Links davon (westlich) der Schallschatten der Lärmschutwände. Rechts davon (östliche) das Lärmfeld der A43 im Siedlungsgebiet Kämpen.

Im Folgenden werden wir die Anwohner die westlich und hangabwärts der A43 in Richtung Hammertal wohnen "Wessies" nennen und die Anwohner die östlich und hangaufwärts in Richtung Wohngebiet Kämpen wohnen "Ossies".

Es sind nicht die nebelkerzengleichen vorgeschobenen 10 Haushalte am Rehnocken und die 10 Haushalte an der Rüsbergstrasse die Herr Kuhn schützen möchte, es ist das Wohngebiet "Im Röhrken", in dem Herr Kuhn seit Jahrzehnten tiefverwurzelt und vernetzt ist (siehe Grafik)

Die Anwohner dort bemängeln schon seit Jahren eine unkomfortable Geräuschkulisse, die von der 600 Meter entfernten A43 ausgeht und bei Ostwind zu Ihnen rüberschwebt.

Doch da der Schallpegel weit weit unter den 67 db(A) liegen (Tagesgrenzwert für Schalldruck), wäre ein Antrag auf eine Schallschutzwand verschenkte Liebesmüh. Wir habe dort einen Schalldruck von 49 db(A) gemessen (Zimmerlautstärke).

Nur zum Vergleich: Am Rehnocken und der Rüsbergstrasse der "Ossies" ist der Schalldruck 300-400 % (!) höher.

Bei den 20 "Wessies" am Rehnocken und der Rüsbergstrasse sind es immer noch 200-300%.

Aber wenn man doch die 20 Wessies schützen kann und darüber hinaus noch die Gschmusies von Herrn Kuhn "Im Röhrken" glücklich machen kann, warum nicht.

Soll er doch, wenn es eine Win-Win Situtation ist und das Land die 2 Millionen dafür ausgibt, werden Sie jetzt sagen.
Stimmt!

Würden wir auch sagen, wenn da nicht die ungleichbehandlung der Anwohner der beiden Autobahnseiten wäre.

Genauso lange wie die 20 Wessies"  um eine Mauer bitten, bitten die 200  "Ossies" darum.

Z.T. wohnen die "Ossies" auch noch viel Näher an der A43.

 

Wir fragen uns, wie es sein kann, dass offensichtlich lärmschützenswerte Anwohner (Ossies) der A43 ignoriert werden und gleichzeitig andere (Wessies) , topographisch und meterologisch sowie so im Vorteil, angehört und geschütz werden.

Sollte es was mit den o.g. (leider nicht beweisbaren) Vermutungen zu tun haben:
Wir fragen uns, warum noch niemand Herrn Kuhn wegen Vorteilnahme im Amt angezeigt hat.

Wir fragen uns, warum Herr Kuhn bei der Stadt damit durchkommt

Wir fragen uns, was Frau Leidemann darüber weiss?

 

Es sind schon ganz andere gegangen worden, den man auch nichts nachweisen konnte (Sparkasse Witten Heinemann und Co.)

 

 Sie glauben uns nicht ?

Schauen Sie sich die beiden folgenden Aufnahmen an. Im HIntergrund das Wohngebiet "Im Röhrken"


Gut zu sehen die Lärmschutzwand am Rehnocken. Gut zu sehen, dass Lärmschutzwand vor einem Wald steht (keine Häuser) Schön zu sehen: Im Hintergrund das Wohngebiet im Röhrken. Ist das der Grund für die sinnfreie und zu hohe Schallschutzwand vor einem Wald ?
Gut zu sehen die Lärmschutzwand am Rehnocken. Gut zu sehen, dass Lärmschutzwand vor einem Wald steht (keine Häuser) Schön zu sehen: Im Hintergrund das Wohngebiet im Röhrken. Ist das der Grund für die sinnfreie und zu hohe Schallschutzwand vor einem Wald ?
Links ist das Christopherushaus an der Rüsbergstrasse. 100 Meter hinter dem Fotografen verläuft die A43, wo die Lärmschutzwand geplant ist. Auch hier im Hintergrund schön zu sehen: Das Wohngebiet "Im Röhrken"
Links ist das Christopherushaus an der Rüsbergstrasse. 100 Meter hinter dem Fotografen verläuft die A43, wo die Lärmschutzwand geplant ist. Auch hier im Hintergrund schön zu sehen: Das Wohngebiet "Im Röhrken"

Aber es kommt noch viel schlimmer für die Ossies...

Schön zu erkennen: Der Wessie-Bereich liegt z.T. 50 Unterhalb der A43 und/oder hinter einem natürlichen 20 Meter Hohen "Berg". Die Ossies wohnen ausnahmslos oberhalb der A43.
Schön zu erkennen: Der Wessie-Bereich liegt z.T. 50 Unterhalb der A43 und/oder hinter einem natürlichen 20 Meter Hohen "Berg". Die Ossies wohnen ausnahmslos oberhalb der A43.

Bisher ging es nur um das Messen mit zweierlei Maß.

Was an und für sich schon schlimm genug ist, kommen jetzt noch die Nachteile der Ossies hinzu, die von den einseitigen Lärmschutzwänden kommen.

Zugegeben am Rehnocken ist eine 2,50 Meter hohe Mauer, aber durch den Geländeanstieg endet Sie auf Kellerniveau der ersten Häuser und hat nur einen psychologischen, aber auf keinen Fall einen physikalischen Wert.

Dieses politische Vorgehen des "Sand in die Augenstreuens" wird in Buchholz/Kämpen immer und immer wieder von Herrn Kuhn angewendet.

An der Rüsbergstrasse ist für die Ossies erst gar keine Lärmschutzwand geplant.

 

Begründung (diese Informationen wurden uns auf Nachfrage zugetragen:

  • Es ist nicht laut genug im Siedlungsgebiet Kämpen
    • Es gibt kein Lärmgutachten. Es fußt alles auf falschen Berechnungen
    • Im Röhrken ist es doch auch nicht zu laut...
  • die müsste ja 5 Meter hoch sein, man würde ja vor eine hohe Mauer gucken
    • Das Gelände steigt stark an. Nach 50 Metern sieht man nichts mehr von der Mauer. Der Autobahnstreifen ist zudem noch begrünt.
  • die müsste aus tiefer Gründen
    • Ja, und  ? Ging doch am Rehnocken bei der 8 Meter hohen Mauer für die Wessies auch
  • Es müßte Land erworben werden (mit dem Besitzer hat man sich vor Jahren verworfen)
    • Zickenkrieg bei Herrn Kuhn zu Lasten der lärmgeplagten Bürger... Wo gibt es denn so was
  • Die Mauer würde viel zu teuer
    • Am Rehnocken war doch auch das Geld für die Wessies da ?

Es wurde den Anwohner vorgerechnet, dass es zu keiner hörbaren Schalldruckzunahme (für die Ossies) kommen wird, da das verwendete Material hochabsorbierend sei.

Wir haben nachgerechnet und tatsächlich: Wenn man die angewendeten  (nachweislich falschen) Parameter in die Formel einsetzt, kommt man auf eine Schalldruckerhöhung von ca. 1,8 db(A). Das ist unter Laborbedingungen hörbar, aber im Garten nicht.
Auf die Frage, ob die absorbierenden Poren sich durch Staub, Dreck, Insekten (sofern noch vorhanden) oder bei Regen und Eis mit Feuchtigkeit zusetzen und so die absorbierenden Fähigkeiten verlieren, sagte man uns, dass es keine Langzeituntersuchungen dazu gibt. Auch zu einer Veränderung der Oberfläche (=Absorptionsfähigkeit) durch UV Strahlung, Säuren, Chemikalien und Taumittelsalzen konnte man uns keine Angaben machen.

Da dies schleichende Prozesse über Jahre sind und der Mensch ein Gewohnheitstier, geht man davon aus, dass es keiner merken wird. Aber der Körper wird diesem akustischen Stress, wenn auch nicht bewußt, ausgesetzt.

  • Des Weiteren wird bei den Berechnungen von einer viel zu niedrigeren Anzahl von PKW und viel schlimmer von viel weniger LKW ausgegangen.
  • Es wird von einer Geschwindigkeit von 130 km/h ausgegangen. In dem Gefällebereich sind es oft das doppelte. Entsprechend potenziert sich die Lärmbelastung
  • Bei regennasserfahrbahn verdoppelt sich die Lärmbelastung. Bei 202 Regentagen in Witten ein wichtiger Faktor.
  • Ein SUV ist ein PKW, verursacht aber Lärm wie ein LKW
  • Hang und Troglage der Ossies wird ausser acht gelassen. Hier kommt es zu massiven Reflexionen am Gelände.

Zu allem Übel wurde bei der verharmlosenden Rechung seitens der Behörden von einem homogenen und somit über alle Teile der Mauer gleichbleibenden hochabsorbierenden Material ausgegangen.

Die SPD in Witten wurde aber nicht müde unsere Wochen- und Monatsblätter mit anderen Informationen über die Mauer zu füttern.

Und wir haben keinen Grund an dieser Darstellung zu zweifeln.
Dort wird die einseitige, 3 Meter hohe und 420 Meter lange Mauer dreigeteilt beschrieben.

  • Der obere Meter ist transparent (hochreflektierend)
  • Der mittlere Teil besteht aus Beton mit einer Aluvorsatzschale (hochabsorbierend)
  • Der untere Meter besteht aus einem hartem Damm (schallhart, hochreflektierend).

Anstatt 100 % der Mauer hochabsorbierend sind, sind es nur 33 %. Der Rest reflektiert fleissig Richtung Kämpen (Ossies).

Das (alles) macht die beschönigende Berechnung der Behörden mehr als lächerlich.

Es wird lauter für die Kämpener werden. Das ist sicher. Die Frage ist nur um wie viel.


Kein Ossie wußt was von der Lärmschutzwand

Jeden den wir auf der Straße fragten, ob Sie etwas von der geplanten Schallschutzwand wüßten, hat dies verneit.

Dabei ist in 2 Wochen schon Baubeginn.

Transparenz und Offenheit sowie eine bürgernahe und bürgerfreundliche Informationspolitik gibt es in Witten nicht.

Wohl aber den höchten Hebensatz in ganz Deutschland von 910 %....